|
Center for Interdisciplinary Research
in Environmental Exposures and Health |
|
Main /
Abstracts/Summaries of work by Dr. Gotfred E. Bentzen
Bentzen GE. Lysgasforgiftning af samtlige beboere af et 3 etages hus uden gas-ledning. Nord. med. Ark. 1884; xvi, no. 3, 1-11. WHOLESALE POISONING BY ILLUMINATING GAS. — An account is given by Dr. G. E. Bentzen, in the Nordiskt Medicinskt Arkiv, vol. xvi., No. i, 1884, of the poisoning of all the inmates of a house by illuminating gas. The house was three stories in height and contained sixteen rooms, occupied by six families, but there was no gas supply and not a single gas-pipe in the house. There had been a break in the gas-main in the street, and from this the gas passed through several feet of earth into the cellar, and was thence diffused through the whole house in such quantity that every inmate suffered in nearly equal degree. The author cites the circumstance as showing how readily the emanations from the soil may pass up into the different sleeping apartments on the several floors of a dwelling. --from The Medical Record September 13, 1884, pg. 291. Bentzen GE. To Tilfælde af Kriminel Atropinforgiftning. Norsk Mag. f. Lægevidensk. 1885; xv, 497-500. G. E. Bentzen (Norsk Mag. 3. R. XV. 8. S. 497. 1885) theilt 2 Fälle von Mordversuch durch Atropinvergiftung mit, betreffend ein lediges Frauenzimmer und deren 2 J. altes Kind, denen der Geliebte des Frauenzimmers das Gift beigebracht hatte. Das 25 J. alte, im 2. Mon. schwangere Frauenzimmer, dem das Gift eingenöthigt worden war, musste häufig schlucken, wurde schlaff, begann mit starrem Blicke zu phantasiren, klagte über Trockenheit im Hals nnd trank Milch, die sie noch ziemlich gut schlucken konnte. Nach einiger Zeit fiel sie vom Stuhl, auf dem sie sass, herab, schrie und brüllte und konnte absolut nicht schlacken. Bei Ankunft eines Arztes sprach sie unzusammenhängend, lachte und lag da wie wahnwitzig, hatte Zuckungen in den Gliedern und collabirte mitunter. Der betreffende Arzt scheint den Zustand für einen hysterischen Anfall gehalten zu haben. Der Zustand blieb die ganze Nacht unverändert, gegen Morgen begann die Respiration so schwach zu werden, dass man glaubte, die Kr. sei gestorben, nach einigen Stunden aber erwachte sie wieder. Sie hatte viel Durst, grosse Trockenheit in Mund und Schlund und entleerte sehr grosse Mengen hellen Harns. Beim Sprechen verwirrten eich die Gedanken ; im Laufe des Vormittags besserte eich der Zustand sehr, aber selbst Nachmittage noch kam es vor, dass die Kr. angefangene Sätze nicht zu vollenden vermochte. In Folge von Accommodations- läbmung erschienen der Kr. alle Gegenstände sehr gross, mit unbestimmten Umrissen und von farbigen Ringen uui- geben ; lesen konnte die Kr. dabei nicht, weil ihr die Umrisse verschwammen. Nach Feststellung der Anamnese kam B. auf den Gedanken, dass es sich um Atropin- oder Hyoscya- minvergiftung handeln könne, und weitere Nachforschungen ergaben, dass der Geliebte des Frauenzimmers vor ungefähr 3 Wochen wegen Eindringen eines kleinen Eisensplitters in das Auge in Behandlung gewesen war und Tropfen zum Einträufeln bekommen hatte. Es wurde ferner festgestellt, dass diese eine Atropinlösung (0.05 :15 g) u. das Frauenzimmer davon 5—6 g (0.017—0.02g Atropin- sulphat) bekommen hatte. Das Kind, dae auswärts bei Zieheltern untergebracht war, war bald nach der Einnahme des Giftes eingeschlafen , aber kurz darauf mit Durst erwacht, konnte nur mühsam trinken, wurde schreckhaft, unruhig, schrie fortwährend mit starrem Blicke ; nach einigen Stunden traten abwechselnd Zuckungen und Starre in den Gliedern auf, die anfangs häufiger waren, nach einigen Stunden seltener wurden und während des gegen Morgen eingetretenen Schlafes allmälig aufhörten. Am ändern Tage war das Kind matt, litt an Durst nnd häutigen wässrigen Stuhlentleerungen. Die Pupillen waren erweitert. Nachdem das Kind mehrere Tage noch äueserst matt gewesen war, erholte es sich allmälig wieder. --Schmidt's Jahrbücher der In- und ausländischen gesammten Medizin. (Ed., Winter A). Leipzig, 1885. pg. 131 Bentzen GE. Nogle bemerkninger om troske, navnlig dens idiopatiske optræden hos voksne. Tidsskr. f. d. norske Lægefor. 1890; x, 162-167. Einige Bemerkungen Über Soor. (Nogle Bemaerkninger OVer Tröske.) Tidskrift for Prnktisk Medicin. 1890. P. 1G2. Theilt 3 Fälle von Soor bei Erwachsenen mit. In zwei Fällen war die Krankheit mit Diphtheritis verwechselt. Verf. giebt einen kurzen Bericht über die morphologischen und symptomatologischen Verhältnisse bei Oidium albicans. SCHMEEGELOW. --Internationales Centralblatt für Laryngologie, Rhinologie und verwandte Wissenschaften. Berline 1891. Bentzen GE. Uimodtagelighed for mæslinger i spædbarnsalderen. Norsk mag. laegevid. 1905; 5. R., 3: 713-21. Der Verfasser erwähnt die Tatsache, dass Säuglinge seltener als ältere Kinder von den Masern angesteckt werden; man hat geglaubt, die Ursache darin in einer angeborenen oder in einer durch die Muttermilch erworbenen Unempfänglichkeit zu finden. In einer statistischen Zusammenstellung legt der Verfasser seine Erfahrungen, die in einer Masernepidemie in Christiania, 1902 gesammelt sind, vor. Von 26 Kindern in den vier ersten Lebensmonaten entgingen 22 den Masern. Von diesen wurden 50 pCt. mit Brustmilch, ca. 9 pCt. künstlich, 23pCt. teils natürlich, teils künstlich ernährt; für 18 pCt. ist die Ernährung nicht angegeben. Von den 4 angesteckten Kindern wurden 2 mit Brustmilch, l mit „Allaitement mixte" ernährt, und in dem letzten Falle war die Ernährung nicht bekannt. Nach dem vierten Lebensmonate war die Zahl derjenigen, welche den Masern entgingen, igeringer und die Zahl der Angesteckten grösser. Von 47 Kindern im fünften bis elften Lebensmonate entgingen nur 12 den Masern, von diesen wurden 58 pCt. mit Brust, 17 pCt. künstlich, 25 pCt. teils künstlich, teils natürlich ernährt, während 35 Kinder in demselben Alter angesteckt wurden; von diesen waren 26 pCt. an der Brust, ca. 31 pCt. künstlich, 43 pCt. teils mit Brust, teils künstlich ernährt. Der Verfasser meint von dieser Statistik schliessen zu können: 1. dass Cnempfänglichkeit gegen die Masern eine ausschliesslich angeborene Eigenschaft sein kann, obgleich diese Eigenschaft gewöhnlich nach dem Verlauf • einiger Monate verschwindet; 2. dass diese Eigenschaft nicht von der Ernährung mit Frauenmilch bedingt ist, obwohl dieselbe befördernd auf die Immunität einwirkt. Ferner untersucht der Verfasser, ob es irgendeinen Einfluss auf die Cnempfänglichkeit hat, dass die Eltern die Masern durchgemacht hiben, und gelangt zu der Schlussfolge, dass das grösste Gewicht hier auf die Mutter zu legen ist; vielleicht erhöht sich die Unempfänglichkeit, wenn die beiden Eltern die Krankheit durchgemacht haben. Johan Hjort. --Jahrbuch fur Kinderheilkund und Physische Erziehung (Ed. Heubner O, Steffen A, Escherich T). Berlin, 1906. pg. 252 Bentzen GE. Betragtninger over skolen og undervisningen fra en læges standpunkt. Tidsskr. f. d. norske Lægefor. 1906; xxvi, 538: 579 Betrachtungen über die Schule und den Unterrricht vom ärztlichen Standpunkte aus. Von G. E. Bentzen (Stadtphysikus in Christiania). Tidsskrift for den Norske Laegeforening. 1906. S. 538. Zuerst wird eine Übersicht über die Entwicklung des Schulwesens gegeben, darnach wird vom Verf. geltend gemacht, dass die Volksschule sich in organischer Verbindung mit der höheren Schule entwickeln muss; die Schüler müssen sich die Unterrichtsfächer durch selbständiges Arbeiten und selbständige« Denken aneignen. Verschiedene hygienische Massregeln der jetzigen Schule, wie die Einrichtung der Gebäude, das Schulmaterial u. s. w., werden besprochen, und zwar wird die Aufmerksamkeit speziell auf Licht (Sonne), frische Luft und bequeme Schulbänke gerichtet. Verf. ist der Meinung, dass die Zahl der Fachlehrer möglichst stark eingescliränkt werden darf; jedenfalls dürfen dieselben ihren Klassen möglichst lange folgen. Verschiedene Reformen des Fachunterrichts werden empfohlen und die Bedeutung der Sonntagsruhe und der Ferien hervorgehoben. Statt eingehenderExamina wären mehr generelleMaturitätsprüfungen vorzuziehen. Johan Hjort. --Jahrbuch fur Kinderheilkund und Physische Erziehung (Ed. Heubner O, Steffen A, Escherich T). Berlin, 1907. pg. 349. return to: G. E. Bentzen |